Ungefährliche Sportarten
Eine Frage, die sowohl die Senioren selbst als auch deren Betreuer stetig beschäftigt, ist die nach dem richtigen Fitnessprogramm. Wie hält man die „alten Knochen“ fit und das möglichst ohne sie dabei zu belasten?
Ohne Risiko spielen
Als sichere Sportarten konnten lange Zeit nur Dinge wie Schach oder Rommé gelten. Gerne genommen werden aber auch Angebote zum Wassersport, doch nicht jedes Seniorenheim
hat die Ausstattung dazu und auch nicht jeder alte Mensch ist noch zum Schwimmen in der Lage. Der Tanztee bietet zwar eine ruhige Möglichkeit zur Bewegung, doch da steht dann doch eher das gesellschaftliche im Vordergrund und weniger die sportliche Betätigung. Gefragt sind daher vor allem Bewegungsspiele, die eine sportliche Note haben, bei denen das Verletzungsrisiko aber trotzdem so gering wie möglich gehalten wird. In einer seltenen Paarung von neumodischer Technik und in die Jahre gekommenen Anwendern präsentiert sich nun schon seit längerem die Spielkonsole „Wii“ deutschlandweit als das beliebteste Freizeitangebot für Senioren.
Kegeln ohne schwere Kugel
Die interaktive Spielkonsole bietet die Möglichkeit, das echte Sporterlebnis zu haben, ohne dass Gelenke und Knochen mit der vollen Wirkung der realen Sportausübung belastet werden würden. So kann dank der Controller, die der Spieler in den Händen hält, ohne Kugel gekegelt, ohne wirklichen Wasserwiderstand geschwommen und sogar ohne wirkliche Schläge geboxt werden. Das Erlebnis ist da, der Schmerz bleibt aber aus. Auch Golf oder Tennis können so von Menschen gespielt werden, die in der Realität noch nicht einmal mehr einen richtigen Schläger halten, geschweige denn schlagen könnten. Die Anschaffung erweist sich für die Heime außerdem als wesentlich günstiger als die Einstellung geschulter Sportleiter oder Physiotherapeuten. Denn die Übungen können auch von Personal geleitet werden, das über ein ausreichendes medizinisches Grundwissen der Bewegungsfähigkeit der älteren Herrschaften verfügt und am besten noch eine persönliche Kenntnis über die Leistungsfähigkeit des Einzelnen.
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